Angenehm!
Carl Wenninger mein Name.
Darf ich mich
vorstellen?




An sich bin ich ja Mathematiker. Nach dem Studium in München und anschliessendem Aufenthalt an der Cornell University war ich gut drei Jahre als Assistent am Lehrstuhl für Algebra tätig und promovierte 1989 bei Prof. Dr. Pareigis.

Anfang 1990 wurde es dann ernst mit der Computerei: In der Entwicklungsabteilung der Münchner CAD-Schmiede Nemetschek war ich bald für den Bereich 3D-Modellierung verantwortlich. Als sich 1992 das Ende des Betriebssystems Apollo Domain abzeichnete, bereitete ich den Umstieg der Entwicklungsabteilung auf das Unix Betriebssystem HP-UX vor. Bei dieser Gelegenheit erlernte ich mühsam die Grundlagen von TCP/IP.

Danach kam dann das Windows-NT (TM) Fieber auf, das mich ab Sommer 1993 erfasste. In dieser Zeit erlernte ich die Grundlagen der Objektorientierung: Mit Visual C++ und einer objektorientierten Datenbank namens ObjectStore fing es an, mit der Realisierung eines CAD Systemes für NT in einem dynamisch wachsenden Team ging es weiter.

Linux lernte ich 1996 kennen. Ich wechselte nach Augsburg und arbeitete für eine kleine Firma namens IGEL. Mein Studienkollege Thomas Krätzig hatte dort die Grundlagen für ein Embedded Linux System (zunächst auf Eprom-Basis) gelegt. Zusammen entwickelten wir hieraus die Firmware für ein Grafik-Terminal System der Firma Siemens. Später übernahm die inzwischen insolvente Infomatec AG die IGEL GmbH. Unser Flash-Memory basiertes System diente nun unter dem Logo JNT als Grundlage für Settopboxen und Thin Client Systeme --- und vor allem als Erklärung für einen viel zu hohen Aktienkurs.

Seit Herbst 2000 wird dieses Embedded Linux Sytem von der Augsburger Tuxia GmbH weiterentwickelt und sehr erfolgreich an OEM Partner wie Löwe und Acer lizensiert.

Seit 1998 widme ich mich verstärkt Fragen der Netzwerksicherheit. Ich erfreute mich stets der enorm hohen Zuverlässigkeit von Linux und fand es ungeheuer reizvoll auf dieser Grundlage Netzwerke, Serversysteme und Firewalls zu konfigurieren.  Bald erkannte ich, welche Bedeutung dem Aspekt der Reproduzierbarkeit  für die professionelle Administration von Serversystemen zukommt. Im Laufe der Zeit entwickelte ich eine recht brauchbare Strategie hierzu auf Basis einiger Shellskripte und des Revision Control Systems RCS.

Ebenfalls 1998 begann ich mit einem ersten "Schnupperkurs Linux" meine Karriere als Linux-Exot an der Augsburger Volkshochschule. Seither finden pro Semester regelmässig zwei Linux Kurse statt: ein Einsteigerkursus sowie ein Fortgeschrittenenkurs (Linux Aufbau, Linux Netzwerk und im Herbst 2001 zum erstenmal ein Arbeitskreis Linux).

Wie es weitergeht?

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten!
 

Post Scriptum: Im Januar 2009 rekonstruierte ich mit Hilfe des Mathematics Genealogy Project meinen mathematischen Stammbaum. Auch wenn ich nur eines von derzeit 50.850 namentlich bekannten mathematischen Enkelkindern von Carl Friedrich Gauß bin, so macht mich der Name Gauß zusammen mit anderen wie Ferdinand von Lindemann, David Hilbert oder Hermann Weyl doch ein klein wenig stolz. Gleichzeitig warnt mich aber auch Kohelet, dass das natürlich alles nur Windhauch ist (Koh 1,2).
 

"Apollo Domain OS" und "HP-UX" sind eingetragene Warenzeichen der Hewlett Packard AG
"Windows NT" und "MS-Visual C++" sind eingetragene Warenzeichen der Microsoft GmbH.
"ObjectStore" ist ein eingetragenes Warenzeichen der Object Design Inc.
"Linux" ist ein eingetragenes Warenzeichen von Linus Torvalds.